Lust auf mehr Bewegung ©stock.adobe.com ValentinValkov
Lifestyle

E-Bike-Mobilität

Lust auf mehr Bewegung

Wer sich für das E-Bike-Fahren entscheidet, merkt schnell, wie praktisch die Unterstützung des E-Motors ist. Plötzlich ist das Einkaufen mit dem Fahrrad oder der doch etwas längere Weg zur Arbeit gar kein Problem mehr. Studien haben ergeben, dass Menschen das Auto eher stehen lassen, wenn sie alternativ das E-Bike nutzen können, statt des herkömmlichen Fahrrads ohne E-Motor als Unterstützung. Kein Wunder, dass es mittlerweile schon viele E-Bike-Fans gibt.

Einer davon ist Patrick Schneider, der Gründer von „Sons of Battery“, einer E-Mountainbike-Community mit inzwischen 40.000 Mitgliedern. Der passionierte E-Bike Fahrer macht im Kurzinterview Lust darauf, es auch mal zu probieren. Zum Einstieg einfach mal das E-Bike nehmen, so die Begeisterung entfachen und in Bewegung kommen.

 

© Max Fuchs
© Max Fuchs

 

Was genau ist „Sons of Battery“?
Patrick:
Die „Sons of Battery“ ist eine große Community von E-Bike-Fans, aber vor allem ein Gefühl – ein Gemeinschaftsgefühl. Ich fahre jetzt seit September 2019 E-Mountainbike (E-MTB).

 

Welches E-Bike Image willst du transportieren?
Patrick:
Das Image von E-Bikern ist oftmals immer noch etwas negativ. Viel Unwissenheit schwingt dort mit. Es bewirkt so viel im Körper, gibt unglaublich viel Selbstbewusstsein und bringt die Menschen vor die Tür. Ich will den Leuten beweisen, dass es Sport ist! Ich selber habe mit einem E-MTB 20 Kilo abgenommen, einfach weil ich nach 15 Jahren endlich den Hintern wieder hochgekriegt habe und hungrig nach Kilometern wurde. Süchtig nach Challenges, wie: „Schaffe ich den Berg rauf im ECO-Modus? Schaffe ich den gleichen Weg eine Woche später sogar mit Off/Eco oder ganz ohne Unterstützung vom Motor?“

 

E-Bikes sind vor allem für Menschen, die vorher nicht Rad gefahren sind, eine echte Alternative zu Auto & Co.

 

Die Community „Sons of Battery“ ist richtig groß – viele wollen sich deinen Aufkleber überall hinkleben? Was ist das Geheimnis?
Patrick:
Ich glaube, das ist so, weil es sich echt anfühlt. Das klingt immer so plump, aber da steckt so viel Herz drin, dass auch viel Herz zurückkommt! Von Anfang an verfolge ich das Ziel, eine positive, offene Community zu bauen, die Platz für jeden bietet, egal ob Gravel, Tour, E-MTB, Downhill oder was auch immer. Sobald du elektrifiziert bist, spürst du die Magie und bist, egal ob Mann oder Frau, ein SoB (Abkürzung Son of Battery/ Sister of Battery). Ich bin auch offen allen anderen Gruppen gegenüber, um gemeinsam das Bild des E-Bikes weiter positiv zu stärken!

Anfang 2020 habe ich nur ein paar Sticker produziert, nach 3 Tagen waren alle weg. Ich produzierte mehr und die waren auch sofort wieder vergriffen. Ich bin so dankbar, was da gerade passiert, dass sich so viele Interessierte dafür begeistern. Das ist einfach immer noch unglaublich für mich und nicht selbstverständlich. Wir erkennen uns untereinander „Hey, bist du auch bei SoB?“ rief mir einer zu. In diesem Moment musste ich unter meinem Fullface-Helm grinsen und war gleichzeitig total aufgelöst, weil ich verstand, was ich hier „aus Versehen“ geschaffen habe. In diesem Sommer sind wir sogar auf der E-Bike WM 2022 in Ischgl mit einem riesigem Treffen dabei.

 

Bitte nutzen Sie im Wald nur die für Bikes ausgeschilderten Wege.

 

Was wünscht du dir, für die E-Bike Community?
Patrick:
Ich wünsche mir einfach mehr Akzeptanz, aber ich denke, die kommt auch von allein. Die E-Mobilität wird immer mehr angenommen und ist auch nicht mehr wegzudenken. Ich wünsche mir auch, dass noch mehr Menschen die Möglichkeit bekommen, auf ein solches Bike zu steigen, Vorurteile abzulegen und dem E-Bike eine Chance zu geben. Außerdem wünsche ich mir fairere Preise, um eben mehr Menschen den Zugang zu ermöglichen. Gleichzeitig sollten auch Fahrkurse gefördert werden, um aus Anfängern gute Anfänger zu machen. Da geht es nicht mal nur ums Biken, vielmehr um den Umgang mit der Natur, den gemeinsamen Umgang untereinander und mehr Respekt vor dem Gegenüber.

Danke für das Gespräch.

 

©Patrick Schneider
©Patrick Schneider
© Rico Haase
© Rico Haase

 

Infothek

Sie würden gerne mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, aber der Weg ist zu weit für Ihr aktuelles Fitnesslevel? Mit dem E-Bike ist es vielleicht doch möglich.

Bewegung ist ein wichtiger Faktor für körperliche und geistige Gesundheit. Manchmal ist es nicht leicht, sich zu mehr Bewegung zu motivieren – der innere Schweinehund ist einfach größer. E-Bikes sind ein guter Einstieg für Menschen mit (noch) geringer Fitness. Denn der Motor erleichtert das Fahren enorm und kann individuell das Fahrradfahren unterstützen – wobei Sie trotzdem noch selbst in die Pedale treten müssen. Fahrradfahren allgemein kräftigt die Muskulatur, fördert die Durchblutung und hat eine positive Auswirkung auf das Herz-Kreislauf-System. Außerdem stärkt die Bewegung an der frischen Luft das Immunsystem. Viele Pluspunkte, die sowohl auf das normale Fahrrad als auch auf das E-Bike zutreffen. Mit dem E-Bike ist es deutlich einfacher lange Strecken zurückzulegen – das motiviert. So können Sie körperliche Aktivität in Ihren Alltag integrieren, ohne dass Sie dafür extra Zeit einplanen müssen. Auch die Fahrradtour mit Freunden, die alle ein unterschiedliches Fitnesslevel haben, ist kein Problem. Niemand muss sich abhetzen oder hängt weit zurück – so ergeben sich durch das E-Bike neue Möglichkeiten der Bewegung.

Mehr Informationen: www.sons-of-battery.de

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