Stressfrei Zähne putzen Mit Kindern

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Lifestyle Familie

Tinas und Marcels Zahnputzmarathon

Stressfrei Zähne putzen mit Kindern

Endlich der erste Milchzahn – wie spannend. Ganz aufgeregt haben wir, Tina und Marcel, uns sofort schlau gemacht. Wie beginnen wir am besten mit der Zahnpflege bei unserem Sohn Elias? Der Start lief gut, auch für unser Kind war erst mal alles interessant und spannend. Nach der ersten Euphorie allerdings kam der Alltag, und die Odyssee des Zähneputzens begann. Hier teilen wir unsere Ideen, Erfahrungen und Rückschläge – in Verbundenheit mit vielen Eltern, die wahrscheinlich alle ähnliche Erfahrungen gemacht haben und machen werden. Sie sind nicht allein: Fast alle Kinder haben Probleme mit dem Zähneputzen. Es ist unangenehm und läutet das ungeliebte Schlafen ein – also ein echter Lustkiller.

Wieso der ganze Wirbel, wenn die Milchzähne doch sowieso nicht für immer bleiben? Das haben wir uns schon öfter gefragt – ist es den täglichen Stress wert? Ja! Milchzähne bilden die Grundlage für eine gesunde Entwicklung der bleibenden Zähne. Die ersten Zähne sind Platzhalter, sind diese krank oder müssen gezogen werden, entstehen Lücken und die bleibenden Zähne könnten krumm und schief werden. Weitere wichtige Aspekte sind die Sprachentwicklung und die Ernährung – Essen mit kaputten Zähnen kann ganz schön wehtun. Damit die Zähne unserer Kinder gesund bleiben, ist die richtige Pflege von Anfang an die beste Voraussetzung.

©istockphoto.com - CasarsaGuru
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Zahnärzte empfehlen, vom ersten Milchzahn an das Zähneputzen in den Alltag einfließen zu lassen. Dafür gibt es extra Kinderzahnbürsten und Kinderzahnpasta. Ein Freund hat uns letztens vom katastrophalen Zahnarztbesuch mit seinem 4-jährigen Sohn erzählt. Der Tipp vom Zahnarzt: „Lassen Sie Ihr Kind auch mal in Ihren Mund fassen. Dann tauschen Sie und tasten einfach nur mit dem Finger die Zähne ab. So bekommt das Kind ein Gefühl dafür, was beim Zahnarzt passiert.“ Gestartet haben wir schon früh mit regelmäßigen Trockenübungen: „Schau mal Papas große Zähne, zeig uns doch auch mal deine Zähne.“

 

Zur Grundausstattung gehören ein eigener Zahnputzbecher, eine Kinderzahnbürste und eine Kinderzahnpasta. Eine Kinderzahnpasta sorgt für ausreichend Fluorid – das stärkt und schützt den Zahnschmelz. Unser Tipp: ein linsengroßer Klecks reicht aus. Wenn dieser etwas in die Borsten gedrückt wird, kann er nicht gleich weggelutscht werden. Und los geht‘s!

Das Kuscheltier hilft, ein bisschen Spiel und Spaß ins Zähneputzen zu bekommen, und irgendwie zieht das Kuscheltier echt oft – wer kennt das nicht? Wir haben uns für eine Handpuppe entschieden, die sogar selbst die Zahnbürste halten kann. Das lief erstaunlich gut! Erst werden dem auserwählten Kuscheltier die Zähne geputzt, dann dem Kind. Und plötzlich kam Tag X. Die Handpuppe darf vom Badezimmer mit ins Puppenhaus einziehen, aber der Trick mit dem Zähneputzen funktioniert nicht mehr.

Spieglein, Spieglein an der Wand ... im Spiegel können Kinder ganz genau beobachten, was da passiert, wenn die Zahnbürste in den Mund gesteckt werden soll. So empfand Elias das Prozedere nicht mehr ganz so seltsam – so unser Gefühl. Der Spiegel ist super, um Kindern die Angst zu nehmen, was da passiert. Allerdings lauern im Spiegel einige Ablenkungen.

 

Zahnpasta und -bürste mit der Lieblingscomicfigur können eine kleine Putzmotivation sein. Am besten das Kind selbst aussuchen lassen.

 

 

Spiegel anfassen, Grimasse schneiden und beobachten, was sich im Flur abspielt, wird schnell interessanter. Für uns ging der Marathon jetzt erst richtig los.

Vor dem Spiegel verfliegt schnell die Konzentration, okay ein neues Plätzchen musste also her. Befreit von dem Zwang „Das macht man nicht“ haben wir einige Orte durchprobiert. Elias auf dem Arm, auf seinem Badezimmerhocker, im Bett – das war immer ein paar Tage ganz nett, aber hielt nicht lange an.

Sich gegenseitig die Zähne zu putzen – das war lange unser Favorit und funktioniert immer mal wieder, aber eben nicht dauerhaft. Manchmal wurden voller Leidenschaft unsere Zähne von Elias geputzt, aber an seine durften wir dann doch nicht.

Umgekehrte Psychologie! „Ich zuerst“ – so tricksen wir immer noch ab und zu Elias aus. Faszinierend, dass es manchmal wirklich gut funktioniert. Ein kleiner Wettkampf entsteht, wer als Erstes im Badezimmer ankommt und schnell Zähne putzen darf.

 

©istockphoto.com - Artfoliophoto
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Kinderzahnbürsten

 

Kinder lieben es zu spielen – wieso nicht auch beim Zähneputzen? Entweder ist die Zahnbürste ein Flugzeug, fliegt durch das Badezimmer und landet im Mund. Oder wir haben einen Besuch beim Zahnarzt nachgespielt. Wir Eltern sind dann die Zahnärzte und Elias der Patient. Mit der Taschenlampe muss dann noch mal alles kontrolliert werden. Das kommt besonders gut an. Damit haben wir echt gute Erfahrungen gemacht, auch wenn es kein Dauerbrenner ist.

Viele Freunde und Bekannte rieten, es mit Ablenkung zu probieren. Na gut, einen Versuch ist es uns wert. Unsere erste Idee: Lieder über das Zähneputzen singen – ganz nett, aber wir konnten die Lieder schnell einfach nicht mehr hören. Die zweite Idee hat uns bis jetzt viele entspannte Abendende beschert und ist somit einer unserer Lieblingstipps: Bücher – so ist unser Kind abgelenkt vom Zähneputzen, trotzdem fokussiert und ruhig. Besonders Bücher, die sich um das Zähneputzen, Karies und Zahnarzt drehen, kommen gut an.

Viele Wege führen zum Zähneputzen, oder wie war das noch mal? Unser Fazit: Das Thema Zahnpflege scheint bei allen jungen Eltern eine große Rolle zu spielen. Tränen und Diskussionen lassen sich kaum vermeiden. Mittlerweile wechseln wir zwischen unseren Taktiken hin und her – Abwechslung scheint für uns die beste Lösung zu sein. Wie läuft es bei Ihnen ab? Was ist Ihr Ass im Ärmel? Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihre Erfahrungen auf Instagram mit uns teilen. Vielleicht konnten wir Sie sogar mit unseren Erlebnissen inspirieren. Wir wünschen viel Erfolg beim Zähneputzen mit Ihren Kleinen.

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