Mehr Augenmaß für Innovation
Lifestyle Digitales

Digitalisierung in der Gesundheit

Mehr Augenmaß für Innovation

Eines der brennenden Themen unserer Zeit ist die „Digitalisierung“ – mit vielen Chancen für Wachstum und neue Märkte, andererseits aber gesundheitlichen Auswirkungen auf den Menschen. Es ist eine Tatsache, dass Smartphones aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind, denn sie sind bei vielen Dingen nützlich. Doch muss es wirklich im Minutentakt vibrieren, klingeln oder blinken?

Die energie-BKK unterstützt aktiv die Erforschung der gesundheitlichen Auswirkungen neuer Medien

 

Eigentlich sollen Handys Zeit sparen, doch es macht süchtig immer auf dem neuesten Stand sein zu wollen, nach Anerkennung zu suchen und dauernd erreichbar zu sein. Die Onlinewelt ist für viele wichtiger als die reale Welt geworden. Die Zahl der Online-Süchtigen, die abhängig von Computerspielen und sozialen Medien sind, steigt. Da der Grundstein für ein gesundheitsbewusstes Verhalten nicht im Erwachsenenalter gelegt wird, sondern bereits im Kindesalter, fördert die energie-BKK seit vielen Jahren Präventionsprojekte in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen.

„Als Krankenkasse werden wir es künftig vermehrt mit „neuen“ Kinderkrankheiten, wie zum Beispiel Schlafstörungen, Bewegungsmangel und Übergewicht sowie den Folgeerkrankungen Empathie-Verlust und Sprachschwierigkeiten zu tun haben. Vor diesem Hintergrund ist die gesetzliche Krankenversicherung gut beraten, sich dem Thema „Mediensucht“ frühzeitig zu stellen. Das Projekt „Gesunde Kindergärten in Niedersachsen“ – gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover, dem Kinderkrankenhaus auf der Bult Hannover und weiteren Partnern – gab vor über 10 Jahren mit den Startschuss gezielte Präventionsangebote für Kinder zu initiieren und maßgeblich zu unterstützen“, erläutert Vorstand Frank Heine.

Digitalisierung gehört zum Alltag ©ingimage.com/lev dolgachov
Digitalisierung gehört zum Alltag ©ingimage.com/lev dolgachov
Smartphone und Co einfach mal ausschalten
Smartphone und Co einfach mal ausschalten
Auch für das aktuelle Präventionsthema „hoher Medienkonsum“ gilt der Grundsatz: je jünger das Kind, desto deutlicher die Schäden. Aber was tun? Wie können Kinder im digitalen Zeitalter gesund groß werden? Wie viel Medienkonsum ist gesund und angemessen? Unser Angebot „Echt dabei“ für Kindertageseinrichtungen sowie Grundschulen hilft Eltern, -Erziehern und Lehrkräften. Weitere Antworten auf diese Fragen finden Sie hier.

Neu ist das derzeit in Planung befindliche innovative Präventionskonzept „Internet- und Computerspielsucht“ für Erwachsene zu starten. Das Projekt „SCAVIS“ (Stepped Care Ansatz zur Versorgung internetbezogener Störungen) soll in Zusammenarbeit mit mehreren deutschen Universitäten 2020 bundesweit starten. Die Finanzierung erfolgt über den Innovationsfonds des G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss). Dieser fördert eine qualitative Weiterentwicklung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland. Wird dem Antrag stattgegeben, können Mitarbeiter von Partnerunternehmen der energie-BKK dies speziell auf Internet- und Computersucht fundierte Programm nutzen. „Unser Ziel ist, eine Verhaltensänderung beim Nutzer durch selbstkritische Wahrnehmung zu erreichen“, stellt Vorstand Frank Heine in Aussicht.

 

Das Projekt SCAVIS zielt auf eine Verhaltensänderung von Nutzern digitaler Medien ab ...

 

4 Tipps für „Digital Detox“

1. Einfach mal Smartphone und Co in den Flugmodus schalten oder ganz zu Hause lassen und Urlaub machen von der vernetzten Welt.

2. Schalten Sie Push-Benachrichtigungen aus, denn diese suggerieren nur, dass Sie etwas verpassen könnten. Auch die roten Hinweiskreise für noch nicht gelesene Neuigkeiten kann man ausschalten!

3. Nehmen Sie sich den Druck, prompt zu antworten! Legen Sie es darauf an! Was passiert eigentlich, wenn Sie nicht innerhalb kürzester Zeit antworten? Es passiert vermutlich nichts! Falls doch Beschwerden von Freunden kommen, sprechen Sie es mündlich mit ihnen ab, und erklären Sie, weshalb es in nächster Zeit länger dauern wird, bis eine Antwort kommt.

4. Es gibt Apps, die genau aufzeichnen, wie oft das Handy am Tag aktiv ist. Wenn das Ergebnis Sie schockiert, sind Sie bestimmt noch konsequenter mit der Digitaldiät.

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