Eine Osteopathin macht mit einem Baby Bewegungsübungen für die Beine

Wenn der Start ins Leben holprig ist: Osteopathie für Babys?

Eine Geburt ist für Babys ein intensiver Übergang. Enge, Druck und Bewegung durch den Geburtskanal gehören dazu und wirken auf den kleinen Körper ein. In den meisten Fällen findet er seinen eigenen Weg ins Gleichgewicht. Dennoch können im Körper Blockaden zurückbleiben und so wirkt es manchmal, als käme ein Baby „nicht so recht an“. Eltern spüren dann, dass ihr Kind mehr Mühe hat, zur Ruhe zu finden oder sich zu regulieren.

Diese Wahrnehmung ist nichts Ungewöhnliches und kein Zeichen dafür, dass etwas „falsch“ läuft. Sie kann darauf hinweisen, dass der Körper noch Zeit braucht, um sich an den neuen Alltag anzupassen.


Wenn der Körper noch mit der Umstellung beschäftigt ist

In den ersten Lebenswochen zeigen Babys sehr unterschiedliche Reaktionen. Manche wirken entspannt, andere schnell überfordert. Eltern berichten in dieser Phase zum Beispiel von:

  • anhaltender Unruhe oder häufigem Weinen
  • Schwierigkeiten beim Stillen oder Trinken
  • kurzen, unruhigen Schlafphasen
  • Verdauungsbeschwerden, wie viel Luft im Bauch
  • einer deutlichen Vorliebe für eine Körperseite

 

Solche Beobachtungen sind zunächst kein Anlass zur Sorge. Sie können Ausdruck davon sein, dass der Körper noch damit beschäftigt ist, neue Abläufe zu verarbeiten.


Signale, die Eltern ernst nehmen dürfen

Manchmal bleiben diese Anzeichen jedoch über einen längeren Zeitraum bestehen oder wirken besonders ausgeprägt. Dann kann es hilfreich sein, genauer hinzuschauen und sich beraten zu lassen – vor allem, wenn

  • Beruhigung kaum gelingt und Ihr Baby dauerhaft angespannt wirkt
  • Stillen oder Trinken regelmäßig mit Stress verbunden ist
  • deutliche Spannungen beim Halten oder Anziehen auffallen
  • sich Bewegungen oder Kopfhaltung kaum verändern

 

Auch Ihr eigenes Gefühl zählt: Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Baby schwer zur Ruhe findet oder „nicht richtig ankommt“, dürfen Sie diesem Empfinden vertrauen.


Was jetzt helfen kann

Der erste Schritt ist immer das Gespräch mit der Hebamme oder der Kinderärztin bzw. dem Kinderarzt. Oft helfen bereits kleine Anpassungen im Alltag, etwa ruhigere Abläufe, weniger Reize oder veränderte Positionen beim Tragen und Ablegen.

Wenn medizinische Ursachen ausgeschlossen sind, kann in bestimmten Situationen eine osteopathische Behandlung eine ergänzende Unterstützung sein. Osteopathie arbeitet mit sehr sanften manuellen Techniken und hat das Ziel, Spannungen wahrzunehmen und die Selbstregulation des Körpers zu unterstützen.


Osteopathie als Leistung der energie-BKK

Wir als energie-BKK begleiten Familien auch in dieser sensiblen Phase und beteiligen uns an den Kosten für osteopathische Behandlungen – auch bei Babys. Wir übernehmen im ersten Lebensjahr Ihres Kindes einen Zuschuss für acht Behandlungen. pro Termin maximal 60 Euro. Voraussetzung ist eine ärztliche Empfehlung sowie die Behandlung durch qualifizierte Therapeutinnen oder Therapeuten.

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