In einem kleinen Zeitfenster ist es nach Feststellung des Hirntods möglich, das Herz-Kreislauf-System des Verstorbenen mithilfe intensivmedizinischer Maßnahmen künstlich aufrechtzuerhalten. Dadurch werden die Organe weiterhin durchblutet und funktionsfähig gehalten, um sie transplantieren zu können. Angehörige, Intensivmediziner, Pflege-personal und Mitarbeitende einer Gewebebank müssen eng zusammenarbeiten. Es werden nur Organe entnommen, die zur Spende freigegeben worden sind und die medizinisch für eine Transplantation geeignet sind. Direkt vor der Entnahme wird der Spender deshalb medizinisch gründlich untersucht, Gewebemerkmale sowie Blutgruppe und Vorerkrankungen erhoben, um kein Risiko für den Empfänger darzustellen. Nach der Entnahme muss das Organ dann umgehend transplantiert werden. Spendergewebe wird nicht sofort nach der Entnahme auf einen Empfänger übertragen. Die Gewebe werden zunächst in einer speziellen Einrichtung, einer Gewebebank, aufbereitet und konserviert.