Nein, ob im Organspendeausweis „Ja“ oder „Nein“ angekreuzt ist, spielt keine Rolle bei der medizinischen Versorgung vor dem Tod. Aber es hilft den Angehörigen, die Entscheidung zu fällen, mit der sie dann weiterleben müssen. Liegt der begründete Verdacht vor, dass bei einer Person die gesamten Hirnfunktionen ausgefallen sind, wird eine Hirntoddiagnostik nach der Richtlinie der Bundesärztekammer eingeleitet. Diese nimmt einige Stunden bis wenige Tage in Anspruch und kann nur auf der Intensivstation eines Krankenhauses stattfinden. Die Diagnose muss von mindestens zwei besonders qualifizierten, dafür zugelassenen Fachärzten unabhängig voneinander bestätigt werden. Die Ergebnisse werden protokolliert, archiviert und können jederzeit überprüft werden.