Eine Frau steht an einem See und genießt mit geschlossenen Augen die Seeluft

Endlich abschalten: Wie im Urlaub echte Erholung gelingt

Der Koffer ist gepackt, die Sonne scheint und trotzdem kreisen die Gedanken weiter um offene E-Mails und den Kollegen, der sich gleich melden könnte. Vielen Menschen fällt es schwer, im Urlaub wirklich abzuschalten. Dabei ist genau das die Voraussetzung dafür, dass Erholung überhaupt wirkt.

Warum fällt Abschalten im Urlaub so schwer?

Die Erreichbarkeit ist zur Gewohnheit geworden. Laut einer Bitkom-Umfrage sind rund zwei Drittel der Berufstätigen auch im Urlaub für den Job erreichbar, obwohl sich das nur die wenigsten wirklich wünschen. Der Hauptgrund ist selten echte Dringlichkeit, sondern sozialer Druck: die Erwartung von Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzten. Hinzu kommt ein psychologischer Effekt, der sogenannte Zeigarnik-Effekt: Unerledigte Aufgaben bleiben uns stärker im Kopf als abgeschlossene.

 

Was bedeutet „psychologisches Abschalten“?

Erholung entsteht vor allem durch gedankliche Distanz zur Arbeit. Fachleute sprechen von psychologischem Abschalten. Gemeint ist, in der freien Zeit innerlich nicht mehr bei der Arbeit zu sein. Wer ständig erreichbar bleibt und weiter mitdenkt, gibt dem Körper keine Gelegenheit, herunterzufahren. Die Batterien laden sich dann nur halb auf.

 

Wie gelingt der Übergang in den Urlaub?

Gutes Abschalten beginnt schon vor dem ersten Urlaubstag:

  • Wichtige Aufgaben vor dem Urlaub bewusst abschließen oder sauber übergeben.
  • Eine klare Vertretung festlegen und im Team kommunizieren.
  • Eine Abwesenheitsnotiz einrichten und darin benennen, wer im Notfall zuständig ist.
  • Erwartungen vorab klären: Es ist völlig in Ordnung, im Urlaub nicht erreichbar zu sein.

 

Wie schalte ich digital wirklich ab?

Das Smartphone ist der größte Störfaktor. Mit ein paar Regeln behalten Sie die Kontrolle:

  • Berufliche Benachrichtigungen und Push-Mitteilungen für die Urlaubszeit ausschalten.
  • Feste, kurze Zeitfenster festlegen, falls Sie doch einmal etwas prüfen möchten statt ständig nebenbei.
  • Dienst-Apps vom Startbildschirm entfernen oder das Diensthandy ganz zu Hause lassen.

 

Warum ist der erste Urlaubstag oft der schwerste?

Vom Alltagsstress in den Erholungsmodus zu wechseln, geht nicht auf Knopfdruck. Der Körper braucht ein paar Tage, um wirklich herunterzufahren. Planen Sie den Start deshalb ruhig: Wer die ersten Tage bewusst entschleunigt, kommt schneller an. Erwarten Sie nicht, dass sich Erholung sofort einstellt. Sie wächst mit jedem Tag.

 

Was hilft für nachhaltige Erholung – auch nach dem Urlaub?

Erholung ist kein Einmal-Ereignis. Wer auch im Alltag regelmäßig kleine Pausen einbaut und lernt, gedanklich abzuschalten, profitiert länger von der Auszeit. Feste Feierabende, bewusste Mikropausen und Bewegung an der frischen Luft stärken die Erholungsfähigkeit. Der nächste Urlaub wirkt dann von Anfang an besser.

 

Was bietet die energie-BKK für meine mentale Balance?

Zum echten Abschalten gehört auch, Stress bewusst zu begegnen. Die energie-BKK unterstützt Sie dabei mit bezuschussten Präventionskursen zu Entspannung und Stressbewältigung sowie der Meditations-App 7Mind. So finden Sie nicht nur im Urlaub, sondern das ganze Jahr über zur Ruhe.

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