Die Erreichbarkeit ist zur Gewohnheit geworden. Laut einer Bitkom-Umfrage sind rund zwei Drittel der Berufstätigen auch im Urlaub für den Job erreichbar, obwohl sich das nur die wenigsten wirklich wünschen. Der Hauptgrund ist selten echte Dringlichkeit, sondern sozialer Druck: die Erwartung von Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzten. Hinzu kommt ein psychologischer Effekt, der sogenannte Zeigarnik-Effekt: Unerledigte Aufgaben bleiben uns stärker im Kopf als abgeschlossene.
Erholung entsteht vor allem durch gedankliche Distanz zur Arbeit. Fachleute sprechen von psychologischem Abschalten. Gemeint ist, in der freien Zeit innerlich nicht mehr bei der Arbeit zu sein. Wer ständig erreichbar bleibt und weiter mitdenkt, gibt dem Körper keine Gelegenheit, herunterzufahren. Die Batterien laden sich dann nur halb auf.
Gutes Abschalten beginnt schon vor dem ersten Urlaubstag:
Das Smartphone ist der größte Störfaktor. Mit ein paar Regeln behalten Sie die Kontrolle:
Vom Alltagsstress in den Erholungsmodus zu wechseln, geht nicht auf Knopfdruck. Der Körper braucht ein paar Tage, um wirklich herunterzufahren. Planen Sie den Start deshalb ruhig: Wer die ersten Tage bewusst entschleunigt, kommt schneller an. Erwarten Sie nicht, dass sich Erholung sofort einstellt. Sie wächst mit jedem Tag.
Erholung ist kein Einmal-Ereignis. Wer auch im Alltag regelmäßig kleine Pausen einbaut und lernt, gedanklich abzuschalten, profitiert länger von der Auszeit. Feste Feierabende, bewusste Mikropausen und Bewegung an der frischen Luft stärken die Erholungsfähigkeit. Der nächste Urlaub wirkt dann von Anfang an besser.
Zum echten Abschalten gehört auch, Stress bewusst zu begegnen. Die energie-BKK unterstützt Sie dabei mit bezuschussten Präventionskursen zu Entspannung und Stressbewältigung sowie der Meditations-App 7Mind. So finden Sie nicht nur im Urlaub, sondern das ganze Jahr über zur Ruhe.
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