Unsere sogenannte innere Uhr, medizinisch auch zirkadianer Rhythmus genannt, steuert weit mehr als nur den Schlaf. Sie beeinflusst Hormonhaushalt, Körpertemperatur, Blutdruck, Verdauung und sogar unsere Stimmung. Dieser Rhythmus orientiert sich in erster Linie am Tageslicht. Wird er plötzlich verschoben, gerät das fein abgestimmte System kurzfristig aus dem Gleichgewicht.
Besonders betroffen ist das Hormon Melatonin, das für unseren Schlaf-Wach-Rhythmus verantwortlich ist. Wird es abends durch spätere Helligkeit verzögert ausgeschüttet, fällt das Einschlafen schwerer. Gleichzeitig klingelt der Wecker am nächsten Morgen scheinbar „zu früh“. Die Folge: Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und ein erhöhtes Stressempfinden.
Nicht jeder Mensch spürt die Umstellung gleich stark. Besonders sensibel reagieren:
In der Regel reguliert sich der Schlaf-Wach-Rhythmus nach einigen Tagen wieder. Dennoch lohnt es sich, den Körper aktiv bei der Umstellung zu unterstützen.
Bereits einige Tage vor der Umstellung können Sie damit beginnen, Ihren Tagesrhythmus schrittweise anzupassen. Gehen Sie abends etwas früher ins Bett und stehen Sie morgens etwas früher auf. So verkleinern Sie die abrupte Differenz.
Weitere hilfreiche Maßnahmen sind:
Vermeiden Sie es, das Schlafdefizit am Wochenende vollständig „nachzuholen“. Das kann den Rhythmus zusätzlich verschieben.
Erholsamer Schlaf ist eine zentrale Grundlage für körperliche und seelische Gesundheit. Wenn Sie länger anhaltende Schlafprobleme bemerken oder sich dauerhaft erschöpft fühlen, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Schlafstörungen sind behandelbar und gute Nächte sind kein Luxus, sondern Voraussetzung für Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Für Versicherte der energie-BKK ist die Leistung Online Coach Schlaf kostenfrei.